Poster “Arnold Böckln – Im Spiel der Wellen”, 1883

Format: 48 x 69 cm

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Beschreibung

IM SPIEL DER WELLEN

Wie das Pan-Thema, so ist dasjenige der Tritonen oder Meerkentauren ein von Böcklin häufig verwendeter Bildgegenstand. Diese Meerwesen personifizieren hier in ähnlicher Weise den männlichen Eros. Die unmittelbare Anregung zu dem Bild scheint, wie so oft bei seinen Bilderfindungen, von einem persönlichen Erlebnis ausgegangen zu sein. Während eines zusammen mit der Familie des befreundeten Tiefseeforschers Anton Dohrn auf der Insel Ischia unternommenen Badeausflugs hat der Gelehrte durch langes Unterwasserschwimmen und plötzliches Auftauchen in nächster Nähe die Damen erschreckt und dabei Böcklins Phantasie dazu angeregt, den Eindruck in das Reich der Meeresdämonen zu übertragen. Das Hineingenommensein des Betrachters in das Auf und Ab der Wellen, die Grenzenlosigkeit des Meeres ohne Andeutung von Festland, die beseligte ungebundene Freiheit vor allem des Tritonen, in dem Dohrn porträtiert ist, dazu das psychologische Verhalten der einzelnen Najaden in Gestik und Gesichtsausdruck, machen dieses Gemälde zu einer der heitersten Bilddichtungen Böcklins. Seine lebendige Phantasie war ungebrochen und vermochte es, nie gesehene Fabelwesen in beinahe peinlich greifbare Realität vor unseren Augen erstehen zu lassen.

ARNOLD BÖCKLIN (1827 ‐ 1901)

LEBEN UND WERK

Geboren am 19. Oktober 1827 in Basel, gestorben am 16. Januar 1901 in S. Domenico di Fiesole. – Nach dem Studium von 1845 bis 1847 an der Düsseldorfer Akademie bei Johann Wilhelm Schirmer ging Böcklin 1850 nach Rom, wo er Oswald Achenbach und Anselm Feuerbach kennen lernte. In München wurde wenig später König Ludwig I. auf den Maler aufmerksam sowie der Kunstsammler Adolf Friedrich Graf von Schack, der 14 Gemälde von ihm erwarb. Nach Aufenthalten in Weimar, Rom und Basel kehrte Böcklin 1871 nach München zurück. 1874 zog er nach Florenz, wo er dem Kreis um Adolf von Hildebrand und Hans von Marées angehörte. Von 1885 bis 1892 lebte der Maler in der Nähe von Zürich. Durch den guten Absatz seiner Arbeiten war Böcklin bald unabhängig geworden; zum Durchbruch führte 1880 ein Vertrag mit dem Berliner Kunsthändler Fritz Gurlitt, der sich die Produktion sicherte. Hatte sich Böcklin zunächst vor allem der Landschaft gewidmet, so tauchen noch vor 1860 die ersten für den Maler so charakteristischen Gestalten auf, die als mythologische Figuren zugleich erdgebundene Naturkräfte verkörpern.

Quelle: Pinakotheken, München